Montag, 20. Dezember 2010

#11

Es ist erschreckend einfach zu sterben, findet ihr nicht? 
Man sucht sich eine Brücke, klettert über das Geländer, sieht hinunter und lächelt. Man flüstert.. "Engel können schließlich fliegen" und dann springt man. Im Sprung, auf dem Weg in eine bessere Welt, sieht man das eigene Leben noch einmal im Schnelldurchlauf vor den Augen und freut sich, dass es endlich ein Ende nimmt.

Natürlich gibt es noch andere Methoden.. doch das wäre die, die ich nehmen würde. Und nein, ich habe das nicht vor. 
Aber ich mache mir Gedanken drum und stelle mir das gelegentlich mal vor. Ob ich auch den Mut dazu hätte. Denn der gehört dazu. Ich kann nicht auf der Brücke stehen, fest im Glauben, man würde jetzt sterben, und es dann doch nicht tun. Denn dann hasst man sich. Dass man ein Feigling ist, dass man selbst das nicht auf die Reihe bekommt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

es ist NICHT einfach. ich weiss nur nicht, wie ich das finden soll.
pnull

schaumtraum hat gesagt…

Du bist kein Feigling, weil genau das zu tun feige ist. Man rennt vor all seinen Problemen für immer davon. Sich dagegen seinen Problemen zu stellen ist viel mutiger. So etwas tut man nur wenn man keinen Mut mehr hat und sich nicht mehr traut es mit seinen Problemen aufzunehmen. Also nein. Mutig ist etwas anderes. Und wie kannst du dir sicher sein das "drüben" alles besser ist? Vielleicht ist dort alles schlimmer und du kommst dort nie wieder weg... Vielleicht machen wir es uns mit der Vorstellung das dort alles besser ist zu einfach.

Elisa hat gesagt…

Sterben kann jeder - zu leben, das ist die Kunst. Weil man Schmerzen erträgt, jedoch auch glücklich sein kann. Das hängt ganz davon ab, ob man lebt, oder nur existiert.