Samstag, 10. September 2011

#36

Vielleicht ist es eine doofe Idee, aber ich möchte es versuchen. Vielleicht wird es nicht klappen, aber es wird mir bestimmt etwas helfen. Hoffe ich. 
Wo fange ich an, es zu erklären? Ich liege abends in meinem Bett, entspanne mich und in meinem Kopf gehen Dinge vor. Es scheint so, als ob mein Kopf erst dann den Tag beginnen würde und seine eigene Reise macht. Jedenfalls sehe ich Dinge, die ich mir mehr als alles andere wünsche. Es ist wie (m)eine eigene kleine Welt. Meine Traumwelt. 
Dort passiert es so, wie ich es gerne hätte. Ich kann Menschen ausradieren, neue hinzufügen und jeder ist so, wie ich es brauche. 
An sich scheint es ja nicht sonderlich schlimm zu sein, aber ich rede dabei. Ich spreche abends im Bett quasi mit mir selbst. Ich stelle mir Gespräche vor und rede in Wirklichkeit. Wenn ich in meiner Traumwelt weine, weine ich auch in Wirklichkeit. Es ist schwer zu erklären, aber die Idee dahinter ist, dass ich diese Gespräche, Geschichten hier aufschreiben möchte. Was ich mir vorstelle, was in meinem Kopf so vorgeht. 
Vielleicht geht es einigen von euch auch so und versteht das. Das wäre gut. In diesem Beitrag möchte ich auch direkt mit einer "Geschichte" anfangen. Es ist verrückt und die Dinge sind dort niemals geschehen, aber wäre es nicht schön, wenn doch?


Ich liege im Bett neben dir, schmiege mich an deinen wunderschönen Körper. "Was ist los mit dir?", fragst du mich. "Ich weiß es nicht. Ich fühle mich nicht gut, brauche jemanden, der mich festhält." Und schon legst du deinen Arm um meinen Körper, hälst mich fest. "So in etwa?", "ja." Ich schließe die Augen und fange an zu sprechen. "Weißt du.. ich hätte nie gedacht, dass es jemals so weit zwischen uns kommt, aber im Moment kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Wenn ich bei dir bin, bin ich glücklich. Mag nicht mehr weg von hier. Daheim fühle ich mich ungeliebt, werde ignoriert und.. bei dir ist es einfach anders. Daheim liege ich im Bett, weine viel und wünsche mir, ich wäre in einer besseren Welt geworden. Und wenn ich bei dir bin, habe ich das Gefühl, in einer besseren Welt zu sein. Weil du dort bist." Ich merke, wie ich angefangen habe zu weinen, weil ich mich im Moment an so viele Dinge erinnere. Aber du bist da, hälst mich noch immer fest, gibst mir einen Kuss auf die Stirn und drückst mich noch etwas fester. Dein warmer Körper an meinem. Ich spüre, wie dein Herz schlägt und ich lächel. Ich lächel so, wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Weil ich mich so verdammt wohl bei dir fühle. Ich erzähle dir meine Geschichte und du hörst zu, unterbrichst mich nicht. 
Doch tief in mir drin weiß ich, dass du mich irgendwann fallen lassen wirst und ich es bereuen werde, dir so viel erzählt zu haben.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

haben will! Dich! jetzt! Zum reden ! In meinem Bett!

Anonym hat gesagt…

Das ist schön. Das ist wirklich einfach nur wunderwunderschön.

LARA hat gesagt…

hey! ich mag deinen blog! wollen wir gegenseitig folgen? ;)

laramaries.blogspot.com

Anonym hat gesagt…

Hey du, ich hab dein twitter gelesen, du bist nicht alleine. <3 Ich: selbstmordgefährdet, ungeliebt und hab keinen plan, was ich mal machen soll. (mal ist bald)